Unsere Erfolgsgeschichten 4 - Wegen Drogenkonsum zur MPU

Unser MPUV-Team veröffentlicht in dieser Kategorie einige beispielhafte Erfolgsgeschichten von manchen unseren MPU-Klienten.


Ein 37-jähriger Mann aus dem Raum Essen-Bochum kam zu uns wegen der angeordneten MPU aufgrund seines Drogenkonsums und wollte sich von uns auf die MPU vorbereiten lassen.


Er fuhr 01 Uhr morgens zu McDonalds und wollte sich einen Hamburger kaufen. Er wusste aber die Uhrzeit nicht mehr, da er wegen des Kokainkonsums aufgedreht war. Er fiel der Polizei im Straßenverkehr auf und wurde angehalten.


Er wurde mit auf die Wache genommen und bei der Blutanalyse stellte sich nebst dem Kokainkonsum auch ein Cannabiskonsum heraus.


Er ist seit 10 Jahren verheiratet und hat zwei Kinder. Eines seiner beiden Kinder hat Autismus. Diese schwierige und anspruchsvolle Situation (Umgang mit dem Autismus) war nicht der einzige Grund seines Konsums, er hatte Drogen zu seinen Studienzeiten in Düsseldorf kennengelernt und er setze den Cannabis bei Stresssituationen ein. Jedesmal, als er unter Klausurstress stand oder finanzielle Schwierigkeiten hatte, rauchte er Cannabis, um der Realität zu entfliehen. Das ging dann Jahre lang so weiter mit Auf-und Ab-Phasen.


Als er Mitte zwanzig mit dem Cannabis anfing, stellte sich schnell eine Gewöhnung ein. Irgendwann wurde ihm von seinem Dealer auch Kokain angeboten und er sagte nicht nein und fing auch mit dem gelegentlichen Kokainkonsum an.


Nach der Autismus-Diagnose bei seinem Sohn vor ca. 3 Jahren erhöhte er den Drogenkonsum, weil er traurig war und damit nicht umgehen konnte.


Es war wieder einmal eine Flucht vor der Realität. Er suchte den Trost vergebens in Drogen.


An jenem Morgen war es dann endlich so weit. Jahre lang wurde er nicht erwischt, aber irgend kommt es. Das Straßenverkehrsamt ordnete ihm eine MPU wegen Drogen an.


Er konsumierte insgesamt über 12 Jahre und hatte Ärger mit seiner Frau, weil seine Frau streng gegen seinen Drogenkonsum war.


Als er zu uns kam, sagte er: "Gut, dass ich erwischt wurde, sonst hätte ich wahrscheinlich nicht aufgehört".


Tatsächlich denkt er heute, dass es gut war, dass er endlich erwischt wurde, sonst hätte er weiter Cannabis geraucht und Kokain durch die Nase gezogen und sein Leben und das Leben anderer Menschen im Straßenverkehr gefährdet. Ihm fehlte damals das Problembewusstsein. Der Straßenverkehr ist nämlich auch gefährlich/kann gefährlich werden.


Parallel zu seinem einjährigen Abstinenznachweis haben wir ihn auf die MPU vorbereitet. Wir fanden gemeinsam die externen und die internen Gründe für seinen langjährigen Drogenkonsum heraus und stellten die Ursachen dahinter fest. Selbstkritisch und selbst reflektierend kam er zu der Einsicht für sein gefährliches Fehlverhalten. Innerhalb von kurzer Zeit konnten wir eine Einstellungs- und Verhaltensänderung an ihm bewirken und eine stabile Zukunftsstrategie entwickeln.


Durch unsere Vorbereitung hat er vor kurzem seine MPU sehr gut bestanden und heute fährt er wieder. Nicht nur er freute sich, sondern auch seine Frau. Sie ist glücklich darüber, dass er mit Drogen endlich aufgehört hat und stabil ist. Auch sein autistischer Sohn zeigte in der Zwischenzeit nach Behandlungen sehr gute Besserungen.


(Auf unsere Nachfrage, ob er uns weiterempfehlen würde, antwortete er:

"Sehr gute Vorbereitung, ich empfehle Sie auf jeden Fall weiter, sollte jemand aus meinem Bekanntenkreis auch zur MPU müssen, vielen herzlichen Dank für alles.")


Wir freuen uns für ihn natürlich auch und wünschen ihm viel Glück und Erfolg mit seiner neuen Fahrerlaubnis.


Ihr

MPUV-Team

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